Fernweh – ein Wochenende in Vancouver

Autor: Marie

In den letzten Tagen haben sich die ersten Sonnenstrahlen hinaus gewagt und ich genieße es! Natürlich hat es hier bei uns in Chemnitz pünktlich zum Wochenende wieder angefangen zu regnen, aber ok… Ignorieren wir das einfach mal. Heute ist trotzdem Frühlingsanfang!

Langsam legt sich die Winter Mood und man bekommt neue Energie und gute Laune. Nicht, dass ich im Winter nie gute Laune hätte, das wäre ja verheerend… Bei mir hat die Sonne eine weitere Auswirkung: ich bekomm Hummeln im Hintern. Fernweh! Ich will raus in die weite Welt, in die Sonne, ins Warme, ans Meer. Der perfekte Zeitpunkt also, um den Sommerurlaub zu buchen… oder direkt gleich zu verreisen. Hach, schön wär`s!

Letztes Jahr haben wir drei Monate in Kanada und den USA verbracht. Am 17. April 2015 ging unsere Reise los und je näher der Tag in diesem Jahr kommt, desto öfter schwelge ich in Erinnerungen an diese perfekte Zeit. An unser erstes Wochenende im traumhaft schönen Vancouver. Die Stadt liegt im Südwesten von British Columbia direkt an der Küste und ist mit etwa 2,3 Millionen Einwohnern die größte Metropole Westkanadas und die drittgrößte des ganzen Landes.

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Wir waren ja mitten im April dort und hatten den Koffer voller dicker Pullover, Kuschelsocken und Thermounterwäsche. Was man eben so denkt zu brauchen, wenn man im April nach Kanada fährt. Und was hatten wir tatsächlich an? An unserem 4. Tag in Kanada war es so heiß, dass wir kurze Hosen anziehen konnten. Kurze Hosen! Im April! In Kanada! Fast zu schön, um wahr zu sein… Die Thermounterwäsche haben wir später natürlich trotzdem noch gebraucht…

Wir gehören nicht zu den Touristen, die an einem Tag kilometerweit laufen und so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich abklappern. Wir lassen uns lieber treiben, genießen das Leben und die neue Umgebung, bleiben hier mal sitzen und dort und stellen uns vor, wie es wäre, an diesem Ort zu leben.

Wir saßen also an unserem ersten Wochenende in Kanada bei strahlendem Sonnenschein auf Granville Island, einer Halbinsel direkt am Hafen von Vancouver Downtown. Granville Island ist bekannt für seinen Farmers Market, der dort täglich in einer riesigen Holzscheune stattfindet und wo man kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt bekommt. Wenn ihr irgendwann einmal in Vancouver sein solltet, müsst ihr unbedingt dort hin! Und probiert die leckere Homemade Lemonade, so viele Schokoladentörtchen wie ihr schafft und vielleicht noch einen mexikanischen Tacco. Und mit dem ganzen Essen setzt ihr euch auf die Terrasse vor der Scheune in den Sonnenschein und genießt den Blick auf den Hafen und Vancouver Downtown.

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Leute, wenn ich das hier so schreibe, werd ich richtig sehnsuchtsvoll. Es ist schon ganz schön fies, dass dieses wundervolle Fleckchen Erde am anderen Ende der Welt liegt.

Unser Hotel lag direkt an der Robson Street, einer langen Straße mit vielen Restaurants und Läden. Jeden Morgen (und es war immer ein früher Morgen – dank unseres Jetlags) mussten wir nur um die Ecke laufen und hatten das volle Angebot an Frühstückrestaurants. Sehr zu meiner Freude war auch Starbucks in der Nähe. Günstiges Essen bekommt man übrigens im 7-eleven, einem Laden, den es sowohl in Kanada als auch in den USA gibt. Nach ein paar Wochen hing uns das Fast Food dort zwar zum Hals heraus, aber am Anfang waren wir total davon begeistert. Ich meine, dort bekommt man 1 Liter Cola für 99 Cent. Wenn man das mit den normalen Preisen in Amerika vergleicht, ist das ein irres Schnäppchen!

Wir haben also unser erstes Wochenende in Kanada in vollen Zügen genossen, sind mit dem Aqua Bus im Hafen von Vancouver rumgeschippert, waren im Stanley Park spazieren, haben das Meer fotografiert und auf einer Decke auf der Wiese gelegen und den Kanadiern beim Volleyball und Freiluft-Yoga zugeschaut. That`s life!

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Abends haben wir in einem kleinen japanischen Restaurant direkt auf der Robson Street gegessen. Die Kellnerinnen dort waren zuckersüß und unglaublich freundlich. Das Essen war eins der leckersten, die wir je gegessen haben. Ich hatte einfach eine Schüssel mit Reis und Hühnchencurry und Robert mit Reis und Schweinefleisch, dazu gab`s noch ein gekochtes Ei. Das Ganze sah nicht besonders spektakulär aus, war aber unfassbar lecker und für kanadische Verhältnisse extrem preiswert.

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Es sind immer die kleinen Dinge, die wir während unseren Reisen besonders zu schätzen lernen. Eine Begegnung mit einem freundlichen Menschen, ein sonniger Moment in einer schönen Umgebung, leckeres Essen und das alles bei glücklicher und zufriedener Stimmung. Das sind die Gründe, warum wir so gern verreisen und warum es uns immer und immer wieder hinaustreibt in die weite Welt.

Wir haben übrigens den Reiseführer “Kanada, der ganze Westen mit Alaska”* benutzt. Wir waren wirklich sehr zufrieden damit, es stehen jede Menge nützlicher Infos, Insider-Tipps und Adressen darin. Besonders weitergeholfen hat uns der kleine Camping-Führer, der zu dem Buch dazugehört.

Für dieses Jahr haben wir übrigens noch keinen Urlaub gebucht. Mich zieht es ja schon seit Jahren nach Amsterdam und ich hoffe, dass wir vielleicht demnächst dort ein paar Tage verbringen können. War einer von euch schon mal dort? Wenn ja, schreibt uns doch ein paar Tipps. Und wer war schon mal in Kanada oder hat vor, dort irgendwann mal Urlaub zu machen?

Seid lieb gegrüßt von eurer fernwehgeplagten Marie.

 


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