Flitterwochen in Marokko

Autor: Robert

Aktuell herrschen bei uns in Deutschland wieder wüstenähnliche Temperaturen – genau der richtige Zeitpunkt für unseren Reisebericht über Marokko! Anfang Mai haben wir dort dieses Jahr 10 wundervolle und erholsame Tage verbracht. Und da unser Blog ein Hochzeitsblog ist, tarnen wir diesen Bericht wieder als Flitterwochen in Marokko Beitrag, damit keiner darüber meckern kann, was ein Urlaubsbericht auf einer Hochzeitsseite zu suchen hat… 🙂 Irgendwie gehören unsere Reisen einfach zu uns, genauso fest wie unser Bonbon Villa Laden und deshalb gehören sie auch auf unseren Blog. Und allen Hochzeitspaaren, die sich unsicher sind, wo sie ihre Flitterwochen verbringen werden, wollen wir ein kleines bisschen Inspiration mitgeben und euch die Entscheidung so vielleicht etwas leichter machen…

antiatlas gebirge

urlaub in marokko

Also los geht’s! Unsere Entscheidung, nach Marokko zu fliegen, fiel innerhalb einer halben Stunde. Wir waren im Reisebüro und wohl zum ersten Mal in unserem Leben völlig unvorbereitet. Wir wussten nur eins: es sollte warm sein und günstig und wir wollten nichts anderes als Erholung! Also haben wir 10 Tage All inclusive Urlaub in Agadir gebucht.  Wir haben 8 Tage davon am Strand und am Pool gelegen und nichts gemacht, denn wir hatten Erholung dringend nötig.

Das war auch nach unserer Hochzeit im vergangenen Jahr so gewesen, weshalb sich ein All inclusive Urlaub als Flitterwochen gut für alle eignet, die nach der stressigen Hochzeit etwas Ruhe brauchen und keine Lust auf verrückte Abenteuer haben. Wer gern beides verbindet, der wird in Marokko ebenfalls fündig. Für uns eine Überraschung, ehrlich gesagt, aber eine positive. Zwei Tage haben wir nämlich genutzt, um das Land zu erkunden und im Nachhinein wünschen wir uns beide, es wären mehr gewesen.

Im Vorfeld wussten wir nur, dass wir unbedingt nach Marrakesch wollten. Meine Kusine war schon vor uns dort gewesen und hatte geschwärmt. Wir haben lange überlegt, ob wir den Ausflug auf eigene Faust machen oder ein Angebot aus dem Hotel in Anspruch nehmen. Letztendlich haben wir uns für Letzteres entschieden, aus Sicherheitsgründen. In Marrakesch angekommen haben wir uns etwas darüber geärgert, denn wir wurden von unserem Reiseleiter direkt erst einmal in eine Apotheke gebracht, wo wir über eine Stunde gesessen und alle Produkte vorgestellt bekommen haben. Die wunderschönen architektonischen Highlight, die wir danach gezeigt bekamen, sorgten allerdings für Entschädigung.

koutoubia moschee marrakesch

grabstätte marrakesch

palast marrakesch

Der Verkehr war übel. Zwischen hupenden alten Autos und riesigen Reisebussen, fuhren unzählige Roller und Eselskarren auf den Straßen. Das war ein Anblick, den wir in noch keinem Land bisher erleben durften. Ein Karren mit einem riesigen Berg Melonen, oben auf dem Berg saß ein alter Mann und vor dem Wagen ein zottliger Esel und dieses Fuhrwerk direkt neben unserem Reisebus auf der Hauptstraße.

urlaub in marokko

urlaub in marokko

Viele der Einheimischen trugen traditionelle Kleidung und wir haben uns teilweise gefühlt wie in einem Märchen aus tausendundeiner Nacht, obwohl in der Stadt bzw. im ganzen Land natürlich eine extrem hohe Armut herrscht und viele Gebäude unglaublich heruntergekommen waren. Es war eine Mischung aus Faszination und Respekt vor der fremden Kultur, der wunderschönen Architektur, dem Kunsthandwerk auf dem Basar und der Betroffenheit und dem Mitleid gegenüber der Zustände, in denen viele der Menschen dort leben müssen. Ich fand es total seltsam, als wohlhabender Europäer mit einer riesigen Reisgruppe durch die Gassen zu schlendern und zu gaffen.

Ein weiterer Grund, diese Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Was spricht dagegen? Vielleicht der Sicherheitsaspekt. Nach dem Mittagessen haben wir des Basar besucht und dort muss man echt auf sich aufpassen. Die Gassen sind super eng und neben den ganzen Fußgänger fahren dort immer wieder Mopedfahrer in einem mordsmäßigen Tempo durch, die Abgaswerte sind enorm hoch und man sollte sich unbedingt vor Taschendieben schützen. Nach unserer geführten Tour hatten wir dort eine Stunde Freizeit und wir sind auch auf eigene Faust gut klar gekommen. Der Basar von Marrakesch hat wenig mit einem Rümpelmarkt, auf dem man gefälschte Markenprodukte kaufen kann, gemeinsam. Sicherlich gibt es die dort auch, aber zwischendrin findet man immer wieder wunderschöne Schmiedekunstwerke, riesige orientalische Lampen, bunt bemalte Keramik, Lederwaren und duftende Essensstände.

Marrakesch basar

Marrakesch basar

Marrakesch basar

Marrakesch basar

Marrakesch basar

Marrakesch basar

Marrakesch basar

Wie schon erwähnt, hatten wir nicht sonderlich viel Zeit. Man hätte dort Stunden verbringen können… Aber ein paar Souvenire haben wir doch gekauft und außerdem jede Menge frischgepressten Orangensaft getrunken. 😉 Das Abendbrot haben wir in einem traditionellen Restaurant verbracht. Dazu wurde orientalische Musik und Bauchtanz geboten und wir haben uns mit den anderen Leuten aus unserem Reisebus unterhalten und hatten jede Menge Spaß. Danach haben wir noch den Gauklermarkt besucht – ein riesiger Platz, auf dem es Abends jede Menge völlig verrückter Essensstände gibt (Schweineköpfe, Innereien usw.), Schlangenbeschwörer, Flötenspieler, Wunderheiler… Das war super interessant, jedoch waren die Verkäufer recht aufdringlich und man konnte sich nichts anschauen, ohne angesprochen zu werden und durfte unentgeltlich keine Fotos machen.

Unser Tag in Marrakesch hatte zwei Seiten, so wie die Stadt. Wir würden gern noch einmal wiederkommen, in Ruhe erkunden und entdecken, gutes Essen probieren (denn das gibt es in Marokko definitiv) und viele Stunden auf dem Basar verbringen. Eins ist Fakt: ein Ausflug nach Marrakesch lohnt sich auf jeden Fall und ist ein Muss für jeden Marokko-Besucher!

Marrakesch basar

gauklerplatz marrakesch

Von der Stadt aufs Land – so lautet das Motto unseres zweiten Ausflugs. Wir haben eine Jeepsafari gemacht und gleich zu Beginn muss ich sagen, dass diese einfach wunderschön war. Die Natur und Landschaft in Marokko sind atemberaubend! Von wegen nur Wüste… Marokko hat unglaublich viele Facetten: Wüste neben Meer, tosende Steilküsten, grüne Palmenlandschaften, kleine Ortschaften mitten in den Bergen und überall interessante Menschen. Dieser Tag war für uns ein wahres Abenteuer! Wir hatten super gutes Wetter und unser Ausflug begannt mit einem Stop in einem kleinen Fischerdörfchen.

küste

fischerdorf

Danach sind wir an der Küste entlang zu einem zauberhaften Vogelpark gefahren. Dort schlängelte sich ein Bach durch eine grüne Palmenlandschaft und überall hat man die Vögel zwitschern gehört. Gesehen haben wir leider keine, dafür ein niedliches kleines Eselfohlen.

esel

esel

Anschließend sind wir zu einem riesigen Stausee gefahren. Die Sicht war beeindruckend, der Stausee wunderschön und wir haben dort sogar mehrere Skarabäen gesehen – was ein bisschen gruselig war, aber zum Glück sind sie auf ihrer Pflanze sitzengeblieben und haben uns nicht angefallen. 🙂

jeep tour

urlaub in marokko

urlaub in marokko

Im Programm groß angekündigt war die Mini-Sahara, unser nächstes Ziel. Was das war? Ein Sandhügel, der zwar wirklich richtig sandig war und aussah wie die echte Wüste, aber es war eben nur ein einziger Hügel. 🙂 Was solls, haben wir uns gedacht, sind raufgeklettert und haben uns an dem heißen Sand fast die Knöchel verbrannt (Bild siehe oben mit dem Kamel). Also doch wie in der echten Sahara…

Danach sind wir noch eine Weile durch die staubige Landschaft gefahren, vorbei an ursprünglichen Dörfern mit Lehmhütten, Kamelen, kleinen Oasen mit grünen Palmen, großen Kartoffel- und Zwiebelfeldern und dem beeindruckenden Atlas-Gebirge.

urlaub in marokko

urlaub in marokko

urlaub in marokko

Achso, das alles haben wir übrigens an einem Vormittag erlebt. Krass oder? Mittagessen gab es in einem zuckersüßen kleinen Restaurant. Der Besitzer Ibrahim hat uns voller Stolz seinen Garten gezeigt, in dem Bananen und Papayas wuchsen und kleine Minischildkröten herumspaziert sind. Das Essen war unglaublich lecker und wir haben ordentlich zugelangt. Schließlich saßen wir den ganzen Vormittag in einem Jeep und haben uns herumkutschieren lassen.

ibrahim

urlaub in marokko

urlaub in marokko

Sollten wir Marokko noch einmal besuchen, und ausschließen würden wir das auf keinen Fall, dann werden wir uns viel mehr Zeit nehmen, um dieses unglaublich interessante und schönes Land zu erkunden!

Flitterwochen in Marokko? Auf jeden Fall! Denn überall wo es schön ist, kann man Flitterwochen machen und in Marokko ist es schön! Ich habe noch gar nichts von dem tollen Sandstrand, dem tosenden Meer, den freundlichen Menschen und dem Blumengarten in unserem Hotel erzählt. Wir haben es uns gutgehen lassen, jede Menge Cocktails getrunken und uns erholt! Was will man mehr!

Wo verbringt ihr eure Flitterwochen?

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