Hilfe, ich bin Trauzeugin!

Autor: Marie

Du bist Trauzeugin? Herzlichen Glückwunsch! Trauzeugin zu sein ist eine ehrenvolle Aufgabe und irgendwie auch die Krönung einer guten Freundschaft. In dieser Zeit wächst man noch viel enger zusammen und lernt, sich aufeinander zu verlassen. Damit dabei nichts schiefgehen kann, haben wir heute eine kleine Checkliste für Trauzeuginnen, die dir dabei helfen soll, den Überblick über deine Privilegien und Aufgaben zu behalten.

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Gleich zu Beginn möchte ich klarstellen: Ja, du wirst viele Aufgaben bekommen! Ja, es wird stressig! Ja, ihr werdet euch vielleicht auch mal streiten und voneinander genervt sein! ABER: An allererster Stelle steht eure Freundschaft, die vor der Verlobung augenscheinlich sehr gut war, sonst wärst du nicht Trauzeugin geworden! Vergiss nie, dass diese Freundschaft ein wichtiges und wertvolles Gut ist! Unstimmigkeiten und Streit solltet ihr also, wenn möglich, vermeiden oder ganz schnell klären. Wenn dir deine Aufgaben über den Kopf wachsen, dann such dir Unterstützung oder beichte der Braut, dass du mit dem Pensum überfordert bist. Trauzeugin sein sollte zuallererst Spaß machen und eure Freundschaft stärken. Genießt die gemeinsame Zeit und die Planung der Hochzeit und vereinnahmt euch nicht gegenseitig.

Übrigens gibt es dann auch noch das andere Extrem: Bräute, die zwar eine Trauzeugin haben, dieser dann aber keine einzige Aufgabe überlassen. Sicherlich, die Braut bestimmt, wie ihre Hochzeit abläuft, aber liebe Bräute, eure beste Freundin wünscht sich von ganzem Herzen, dass sie euch helfen darf und euch am schönsten Tag eures Lebens unterstützen und überraschen kann. Wer also eine Trauzeugin bestimmt, sollte diese auch mit einbeziehen und ihr niemals und auf keinen Fall das Gefühl geben, unwichtig zu sein! Punkt.

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Es gibt nichts Schöneres, als eine gute Freundin zu haben, die mit einem durch dick und dünn geht. Nach dem Bräutigam ist die Trauzeugin der wichtigste Ansprechpartner in Sachen Hochzeitsvorbereitungen. Meine Trauzeugin und ich haben im gleichen Jahr geheiratet, nämlich letztes Jahr. So kam es, dass wir mit einem Abstand von nur 2,5 Monaten sowohl Braut als auch Trauzeugin waren. Eine Herausforderung, aber zum Glück eine wunderschöne. Am Anfang war ich etwas gestresst und in Panik, das muss ich zugeben. Ich hatte befürchtet, dass keiner von uns beiden ausreichend Zeit finden würde, um neben seiner eigenen auch noch die Hochzeit der jeweils anderen zu planen. Aber, oh Wunder, es lief alles wie am Schürchen und unsere Freundschaft ist jetzt immer noch so harmonisch wie davor.

Ich erinnere mich so gern zurück, an unsere beiden wundervollen Hochzeiten. Wie ich beispielsweise mit einer riesigen Handtasche (die ich mir von meiner Freundin ausgeliehen habe, ich besitze solche “Koffer” gar nicht), gefüllt mit ALLEM, was Braut so brauchen könnte, in unfassbar unbequemen Schuhen und einem rosanen Bonbonkleid durch ihren Hochzeitstag gestürzt bin. Oder wie meine Trauzeugin am Abend vor meiner Hochzeit 23 Uhr noch ihren Stichpunktzettel für die Moderation geschrieben hat, während ich singen geübt habe. Oder wie aufgeregt wir beide am Hochzeitsmorgen waren… Fassen wir zusammen: Trauzeugin sein ist der HAMMER und einfach wunderschön!

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Damit du den Überblick behältst, bekommst du heute von uns eine kleine Checkliste, die die wichtigsten Aufgaben einer Trauzeugin beinhaltet. Am besten sprichst du ganz am Anfang mit der Braut ab, worum du dich kümmern sollst und wobei sie sich Unterstützung wünscht. So kannst du die Zeit bis zur Hochzeit besser planen und gerätst am Ende nicht in Zeitnot.

Aufgaben einer Trauzeugin:

  • An allererster Stelle steht die seelische und moralische Unterstützung der Braut! Hab einfach immer ein offenes Ohr, hör dir ihre Sorgen an und versuche, nicht genervt zu sein, weil sich alle Themen nur noch um die Hochzeit drehen. Die Braut meint es nicht böse! Eine Hochzeit ist emotional, wunderschön, nervenaufreibend und anstrengend zu gleich und als Braut braucht man während der Vorbereitungen seine beste Freundin ganz besonders dringend! Glaub mir, spätestens wenn die Hochzeit vorbei ist, wird sie es dir von ganzem Herzen danken und dann geht es endlich auch wieder um dich!
  • Hilfe anbieten
  • Unterstützung beim Brautkleidkauf
  • Organisation des Junggesellinenabschieds
  • Planung und Koordination des Programms
  • Ganz wichtig: auf dem Standesamt unterschreiben! Auch bei einer kirchlichen Trauung übernehmen die Trauzeugen meist einige Aufgabe, zum Beispiel das Fürbittengebet.
  • Auf der Hochzeit eine Rede halten: Ob du das machen willst, bleibt dir selbst überlassen. Wenn das Brautpaar sich wünscht, dass du eine Rede hältst, dann werden sie dich direkt darum bitten. Ansonsten kannst du das frei entscheiden. Sprich dich am besten vorher mit dem männlichen Trauzeugen ab.
  • Am Hochzeitstag bist du das Mädchen für alles! Du bist der Ansprechpartner für das Brautpaar, die Gäste und Dienstleister. Alle werden mit ihren Fragen zuerst zu dir kommen. Bevor du diese an das Brautpaar weiterleitest, solltest du erst einmal versuchen, alle aufkommenden Probleme allein zu lösen oder am besten gleich zu verhindern. Dabei darfst du ruhig mal auf den Tisch hauen und alle wieder zur Vernunft rufen. Tipp: hol dir Hilfe! Vom männlichen Trauzeugen, den Brautjungfern, Eltern oder Freunden. Wenn du Aufgaben verteilst, kannst du dich um das große Ganze kümmern und bist am dem Tag nicht haltlos überfordert.
  • Die Braut immer mit ausreichend Sekt versorgen
  • Immer den Notfallkoffer dabei haben! Das bedeutet, dass du am Hochzeitstag vermutlich mit einer riesengroßen Handtasche, gefüllt mit einem kompletten Notfallpaket, unterwegs sein wirst. Versuch dir im Vorfeld alle eventuell auftretenden Probleme vorzustellen und womit du Abhilfe schaffen kannst. Ersatzstrumpfhose, Kopfschmerztabletten, Deo, Haarspray, Ersatzhaarklammern, ein Regenschirm, Nadel und Faden, Kaugummi…
  • Immer einen ruhigen Kopf bewahren! Du bist der Ruhepool! Versuch, wenigstens nach außen hin ruhig zu bleiben, die Braut zu beruhigen, den Bräutigam zu beruhigen, die Gäste zu beruhigen und das Gefühl zu vermitteln, dass du alles im Griff hast. Auch wenn du dich in einigen Momenten vielleicht nicht so fühlst, wirst du dir am Ende des Tages stolz auf die Schulter klopfen und dir endlich einen Cocktail gönnen.

Mal ehrlich, welche Hochzeit ist schon komplett in die Hose gegangen? Einige Dinge werden immer schief laufen, aber das gehört dazu und kann die gute Laune des Brautpaares und der Gäste meistens nicht trüben! Am Ende des Tages werdet ihr alle erleichtert und glücklich sein, dass ihr so einen wundervollen Tag hattet und du kannst unfassbar stolz auf dich sein, denn du hast alles gegeben, um deine beste Freundin glücklich zu machen. Chapó! Dir gebührt der Orden: beste Trauzeugin der Welt! In diesem Sinne wünschen wir euch ganz viel Freude beim Brautkleid aussuchen, Dekoration basteln, Sekt trinken und Pläne schmieden.

Hier haben wir noch eine süße Idee für dich, wie du der Braut eine kleine Freude machen kannst: Ein Bride-Countdownkalender!

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