Bibis Weg zur Hochzeit – Die heiße Phase

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Die heiße Phase

Setz dich hin, mach es dir bequem, leg die Beine hoch und schnapp dir ein kühles Getränk. Wir gehen heute auf eine kleine Zeitreise!

Wir befinden uns im Juli 1996, ich bin sechs Jahre alt. Ich sitze in meinem kleinen Kinderzimmer, das Radio spielt „Jein“ von Fettes Brot und ich bin damit beschäftigt meine liebsten Bücher, Kassetten und Hasi in einen kleinen Rucksack zu stopfen. Auf dem Bett liegen schon alle Klamotten, oben drauf mein Lieblings-Arielle-Shirt.

Im Wohnzimmer ist ein bisschen mehr Tumult. Mutti rennt von links nach rechts, packt Vatis Badehosen in den Koffer und die hartgekochten Eier in die Esstasche. Ich freue mich schon auf die erste Raststätte, an der wir Butterbrote und Eier in der Sonne essen. Plötzlich klingelt es an der Tür, Mutti kriegt Schweißperlen auf der Stirn – kommt jetzt auch noch Tante Hilde unverhofft zu Besuch?
Grinsend tritt Vati durch die Tür. Er wollte nur mal klingeln und gucken was passiert. Ich muss laut lachen, Mutti lässt die Handtücher und Bettwäsche erleichtert in den Koffer fallen.
Wir fahren in den Urlaub an die Ostsee! Vor der Entspannung steht der Stress! Die heiße Phase ist angebrochen!

Ein bisschen wie damals meine Mutti fühle ich mich heute. Die heiße Phase der Hochzeitsplanung steht vor der Tür, langsam wird’s ernst. Die Trauungs- und Feierlocations sind gebucht, alle Gäste eingeladen (siehe vorheriger Blogpost) – jetzt geht es um das Drumherum.

Erstmal überlegen, was wir alles noch brauchen. Auf jeden Fall Klamotten, also einen schnieken Anzug für Thomas und ein wunderschönes Kleid für mich. Ringe natürlich, Blumen und Deko, sowie eine Fotografin, die uns für die Ewigkeit ablichtet und einen coolen DJ für die Party. Ist ja alles schnell gemacht. Not!

Hast du schon mal was von Hymenaios gehört?

So wird in der griechischen Mythologie der Hochzeitsgott genannt. Wie es scheint, gibt es Hymi wirklich!

Denn nach nur wenigen Gesprächen mit verschiedenen Freunden hatten wir eine kleine Liste von Fotografen, DJ’s und Floristen zusammen. Ein paar Klicks später waren diejenigen herausgefiltert, die uns ganz besonders sympathisch erschienen.

Pro-Tip (als ob wir Pros wären) an dieser Stelle: unbedingt ein persönliches Kennenlernen vereinbaren, um sich ganz sicher zu sein, dass die Chemie passt. Genau das haben wir getan und alles lief bestens. Pläne wurden geschmiedet, Verträge abgeschlossen – wieder was erledigt!

Wir haben jetzt also eine wunderbare Fotografin, die uns an unserem großen Tag begleitet. Auf ihrer Websites haben wir uns lange umgeschaut, um ihren Stil ein bisschen kennenzulernen. Im Gespräch waren wir sofort auf einer Wellenlänge, hatten direkt das Gefühl, dass das passt und wir sie gerne den ganzen Hochzeitstag um uns haben. Die Fotos, die dabei entstehen, wollen wir noch unseren Enkeln zeigen – das wird richtig gut!

Der DJ, den wir empfohlen bekamen, hat uns durch seine offene Art und Professionalität ebenfalls sofort überzeugt. Wir wünschen uns eine Party auf der alle ausgelassen feiern und Spaß haben und sind uns sicher, dass unser DJ das entscheidend mitgestaltet. Für ein tolles Ambiente sollte natürlich Deko und Blumenschmuck nicht fehlen. Da wir das auf keinen Fall alleine bewältigen können, lassen wir uns hier von einer Floristin unterstützen. Ich habe mir ganz viel Inspiration eingeholt und überlegt, welche Art Dekoration zu uns passt. Es soll recht minimalistisch sein, geschmackvoll und zum Rest des Raumes passen. Jeder Gast muss sich bei uns wohlfühlen und natürlich soll das Ganze auf unseren Fotos wieder ganz besonders gut wirken. Ich bin schon gespannt, was du dazu sagst – aber bis dahin dauert es noch ein bisschen.

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Auf der ersten und einzigen Hochzeitsmesse, die wir besucht haben (siehe Blogbeitrag hier) konnten wir uns schon viele verschiedene Ringe anstecken. Dabei haben wir gemerkt, dass uns Roségold und Palladium besonders gut gefallen. Mit dieser Vorstellung im Kopf tingelten wir – Hymi auf den Schultern – zum Juwelier unseres Vertrauens. Das klingt jetzt ein bisschen so als würde ich einmal im Quartal zum Juwelier gehen. Als würde ich im Audi R8 vorgefahren werden, um mir ein neues Collier in fünfstelligem Wert auszusuchen. Schlecht wäre das nicht, dann hätte ich sicher Ahnung von verschiedenen Legierungen und Kombinationen. Aber es entspricht nicht der Realität. Von daher durfte sich die nette Juwelierin mit uns durch die Welt der Eheringe kämpfen. Und siehe da, schon nach recht kurzer Zeit bekamen wir genau das, was wir wollten. Die Ringe sind bestellt und bald dürfen wir sie abholen. Das wird sicher nochmal richtig spannend!

Riesigen Respekt hatte ich immer vor dem Brautkleidkauf.

Meine Mama, meine Trauzeugin, eine meiner Schwestern und eine gute Freundin mussten dabei sein, um mir den Rücken zu stärken. Im Brautmodenladen sammelten wir erst einmal alle Kleider, die auch nur irgendwie in die engere Wahl kamen. Ich probierte und probierte und hatte dann drei Kleider, die mir echt sehr gut gefallen haben. Wow! Gar nicht so kompliziert wie gedacht. Bei einem dieser Drei schlug mein Herz ein bisschen schneller. Dafür hab ich mich entschieden. Leider kann ich dir jetzt nicht genau beschreiben wie es aussieht. Keine Farbe nennen, nicht den Stil, die Form oder Länge. Denn: der Bräutigam liest mit!

Sergio Ramos

Und das Allerschlimmste: auch über seinen Anzug soll ich euch nichts Genaues verraten. Nur soviel: wir machten einen Termin bei einem Herrenausstatter. Dieser freute sich, dass wir schon ein paar Ideen hatten. Ich tauchte nämlich mit einem Foto von Sergio Ramos im Anzug auf. Hrrrr, wer hat wohl das Foto auf dem Handy in der Männergalerie für schlechte Tage?
Ja. Recherchieren kann ich.
Mithilfe der fachmännischen Beratung fanden wir einen sehr schicken Anzug mit allem was dazu gehört und sind happy!

Jetzt heißt es noch ein bisschen warten, bis die Ringe, das Kleid und der Anzug da sind und dann kann der große Tag kommen! Ich sehe uns schon an der Hochzeitstafel lecker essen. Das wird mindestens so gut schmecken wie damals das hartgekochte Ei und die Butterschnitte auf dem Weg in den Urlaub. Man weiß dann: die heiße Phase ist geschafft, jetzt kommt der angenehme Part!
Ich bin mir sicher, Hymenaios wird auch dann wieder um uns rumfliegen.

bibis hochzeit

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Die Fotos stammen von unserem Boho-Styled-Shooting. Alle Fotos sowie die beteiligten Dienstleister findest du in diesem Blogbeitrag.

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